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19.06.2026
15:00 Uhr
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Neuartige CPU-Sicherheitslücken lösten 2018 große Befürchtungen aus. Sie veränderten die Entwicklung von Prozessoren grundlegend und auf Dauer.

Die Prozessor-Schwachstellen Spectre und Meltdown verursachten Anfang 2018 gewaltige Aufregung. Anfangs erschien ein Großteil der damals aktuellen Prozessoren als fundamental unsicher, weil Spectre und Meltdown grundlegende CPU-Designprinzipien als Einfallstore missbrauchen: Die spekulative Ausführung von Instruktionen sowie das Out-of-Order-Konzept. Beide Techniken weichen von der Reihenfolge im Programmcode ab, um die Rechenleistung zu steigern, offenbarten dabei jedoch gravierende Sicherheitslücken tief in den Mikroarchitekturen.
Spectre betraf außer x86-CPUs von AMD und Intel auch welche mit ARM-Technik sowie von IBM. Meltdown traf vor allem Intel-CPUs sowie einzelne andere Architekturen, AMDaber nicht in derselben Weise. In den acht Jahren seither passierte dreierlei: Erstens erschienen Softwareupdates, die die brisantesten Lücken stopften. Zweitens kamen neue Prozessoren auf den Markt, die viele der damals erkannten Schwachstellen nicht mehr aufweisen. Drittens allerdings fanden und finden Sicherheitsforscher immer wieder neue Bugs vom Spectre-Typ.
Dieser Beitrag beschreibt die vielen Sicherheitslücken aus den Typenfamilien Meltdown und Spectre, die seit 2018 entdeckt wurden, und erklärt Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede. Ein nachfolgender Artikel erklärt, wie Anti-Spectre-Schutzmaßnahmen in Prozessoren, Compilern und Software funktionieren. Er schätzt auch ein, welche Risiken durch Angriffe vom Spectre-Typ in heutigen Prozessoren lauern und vergleicht sie mit anderen Attacken.